WLAN zu langsam – So behebt man das Problem!

Eine schnelle Internetverbindung ist aus unseren Haushalten kaum noch wegzudenken. Wenn das WLAN zu langsam ist, wird selbst das Surfen im Netz zäh und an die Nutzung liebgewonnener Dienste wie Netflix oder YouTube ist oft gar nicht mehr zu denken. Es gibt jedoch ein paar Tipps und Tricks, mit denen man Probleme aus der Welt schaffen und das WLAN beschleunigen kann.

Analyse durchführen: Ist das WLAN wirklich zu langsam?

Manchmal hat man das Gefühl, dass das Internet irgendwie langsam ist und alles etwas länger dauert. Oft ist das ein paar Sekunden später schon wieder vorbei. Ein solcher „Schluckauf“ kann schon mal vorkommen. Kommt es immer wieder vor, dass, je nach Anbieter, das Telekom WLAN langsam, das Vodafone WLAN langsam oder das Unitymedia WLAN langsam erscheint, ist es aber an der Zeit, der Sache auf den Grund zu gehen.

Wlan Geschwindigkeit messen
Um die Wlan Geschwindigkeit erhöhen zu können, ist es zunächst notwendig, die aktuelle Wlan Geschwindigkeit zu messen / Foto: WLAN.net / onep99 Shutterstock.com

Im ersten Schritt ist eine Analyse nötig, um festzustellen, ob das WLAN wirklich zu langsam ist. Am einfachsten geht das mit unserem Speedtest, mit dem du die Internetgeschwindigkeit ganz einfach testen kannst – egal ob am PC, am Notebook oder am Smartphone. Der Speedtest misst sowohl die Download-Geschwindigkeit als auch die Upload-Geschwindigkeit. Weichen die Ergebnisse um mehr als 10 Prozent von der gebuchten Leistung nach unten ab, ist die Verbindung zu langsam und der Verdacht bestätigt. Im nächsten Schritt sollte geklärt werden, ob das WLAN zu langsam ist oder es Probleme mit dem Internetanschluss gibt.

WLAN zu langsam oder Internet zu langsam?

Wenn der Speedtest gezeigt hat, dass der WLAN Download zu langsam ist, stellt sich eine Frage: Ist das WLAN zu langsam oder hält der Internetanschluss nicht, was er verspricht? Das lässt sich zum Glück einfach herausfinden, indem man den PC oder das Notebook per LAN-Kabel mit dem Router oder dem Model verbindet und den Speedtest wiederholt.

Router mit Laptop verbinden
Um herauszufinden, ob es am WLAN liegt, kannst du einfach den Router mit einem Laptop verbinden und den Speedtest erneut durchzuführen. Um den Laptop mit dem Router zu verbinden, benötigst du ein LAN-Kabel. Das erkennst du am Stecker, den wir im Bild vergößert haben. / Foto: WLAN.net / Proxima Studio / premkh / Shutterstock.com

Anders als beim WLAN, gibt es bei der Verbindung per Kabel wesentlich weniger mögliche Störungen. Der Test per Kabelverbindung zeigt deshalb, was wirklich in der Internetleitung steckt.

Mit Kabel besser
Sind die Ergebnisse per Kabelverbindung deutlich besser, ist mit hoher Sicherheit das WLAN für das langsam Internet verantwortlich. Wie sich das verbessern lässt, erklären wir in den nachfolgenden Abschnitten.
Kein Unterschied
Ist die Internetgeschwindigkeit auch mit der Kabelverbindung deutlich niedriger als versprochen, liegen offenbar generelle Internetprobleme oder Störungen vor.
Wenn der Internetanschluss zu langsam ist, also auch bei einer Lan-Verbindung die gebuchte Geschwindigkeit um mehr als 10% unterschritten wird, helfen normalerweise keine Tipps und Tricks und es ist sinnvoll, sich in dem Fall direkt an den Internetanbieter zu wenden. Der Anbieter kann dann prüfen, ob einfach nur eine zeitlich begrenzte Störung vorliegt oder ob es eine andere Ursache gibt.

Für eine umfassende Analyse bietet es sich an, den Speedtest regelmäßig zu wiederholen – an unterschiedlichen Wochentagen und zu unterschiedlichen Zeiten. Notiere dir am besten von Anfang an die Testergebnisse, um ein vollständiges Bild der Situation zu erhalten und auch um etwas in der Hand zu haben, wenn Diskussionen mit dem Internetanbieter nötig sind. 

WLAN zu langsam was tun?

Wenn du das WLAN als Ursache für den langsamen Netzwerk- und Internetzugang ausgemacht hast, gibt es einige Tipps und Tricks, um das Drahtlosnetzwerk zu optimieren.

Wlan Geschwindigkeit verbessern
Bereits ein besserer Standort des Routers kann die Wlan Geschwindigkeit erhöhen / Grafik: WLAN.net / VectorV Shutterstock.com

Eine einfache Möglichkeit ist die Verbesserung des Empfangs. Du kannst sowohl am PC oder am Notebook als auch am Smartphone und Tablet in Form der berühmten Balken sehen, wie gut der Empfang ist. Wenn das Windows 10 WLAN langsam ist, siehst du unten rechts direkt neben der Uhr die Signalstärke. Man kann ruhig in allen Räumen einmal überprüfen, ob es vollen WLAN-Empfang gibt. Schon ein Balken weniger kann dafür sorgen, dass das WLAN zu langsam ist.

In dem Fall kann ein WLAN-Repeater helfen, der das WLAN-Signal verstärkt, die Reichweite optimiert und den Empfang verbessert. Das gilt insbesondere bei mehreren Stockwerken, da sich das WLAN-Signal typischerweise vor allem horizontal verbreitet und bei einer höheren oder tieferen Position der Empfang schnell schwächer wird. Bevor du zum WLAN-Repeater greifst, kann es sich aber auch lohnen, den Standort des Routers zu optimieren. Eine zentrale Position mitten in der Wohnung oder in dem Bereich, in dem du dich am häufigsten aufhältst, ist optimal.

Tipp: Der Router sollte nicht in einem Schrank oder hinter dem Fernseher versteckt werden und auch Gegenstände und Dekomaterial rund um den Router gilt es zu vermeiden.

Störquellen identifizieren und ausschalten

WLAN Störquellen ermitteln
Befinden sich mehrere WLAN-Netzwerke in der Nähe auf der selben Frequenz, kann es zu einer Überlagerung und gegenseitigen Störung des WLAN kommen / Foto: WLAN.net / TierneyMJ Shutterstock.com

WLAN-Störer sind eine häufige Ursache für eine zu langsame drahtlose Internetverbindung. Gerade in den Städten ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass auch der Nachbar ein WLAN hat. Wer die WLAN-Einstellungen auf dem Notebook oder Smartphone öffnet, entdeckt normalerweise nicht nur ein oder zwei andere Drahtlosnetzwerke, sondern jede Menge andere Zugangspunkte. Jedes WLAN kann dein WLAN zu Hause oder im Büro stören und dafür sorgen, dass das WLAN zu langsam ist. Der Grund ist eine Überschneidung beim gewählten Funkkanal. Wenn zwei oder noch mehr Drahtlosnetzwerke auf demselben Kanal funken, arbeitet sie auf der identischen Frequenz und stören sich gegenseitig. Moderne Router und Access Points vermeiden die Überschneidung normalerweise und wählen automatisch einen möglichst freien Funkkanal aus. Manchmal gibt es aber einfach zu viele Netzwerke und die Technik ist überfordert. In dem Fall ist es sinnvoll, einen Blick in die Verwaltungsoberfläche des Routers zu werfen. Dort gibt es in vielen Fällen eine Grafik, die detailliert die Verteilung der Funknetze in der Umgebung zeigt und dir die Möglichkeit bietet, manuell den am wenigstens genutzten Funkkanal auszuwählen.

Das störungsfreiere 5 GHZ-Netz nutzen

Geräte die Wlan stören
Viele Geräte nutzen die 2,4 GHz Bandbreite, wodurch es zu Überlagerungen und Störungen kommen kann. / Grafik: WLAN.net / elenabsl Shutterstock.com

Es gibt zwei wichtige WLAN-Frequenzbereich: 2,4 GHz und 5,0 GHz. Das klassische 2,4 GHz-Netz wird für die WLAN-Standards 802.11b, 802.11g sowie 802.11n genutzt. Der moderne 802.11ac-Standard greift auf das 5,0 GHz-Frequenzband zurück. Gerade im Zusammenspiel mit modernen Endgeräten, also neuen Notebooks, Smartphones und Tablets, kann sich die Nutzung des 5,0 GHz-Netzes lohnen. Der Grund: Das 2,4 GHz-Netz ist deutlich überlaufener. Ältere Geräte und Smart-Home-Gadgets funken fast ausschließlich auf 2,4 GHz.  Das 5,0 GHz-Netz ist deshalb eine Art „Geheimtipp“, mit dem man vielen potenziellen Störquellen aus dem Weg gehen kann.  Moderne Router aus der Mittelklasse und dem High-End-Bereich bieten fast immer die Möglichkeit, neben der klassischen 2,4 GHz-Frequenz auch das moderne 5,0 GHz-Netz zu nutzen. Ist etwa das Fritzbox WLAN langsam, kannst du einfach fritz.box in die Adressleiste des Browsers eingeben, dich einloggen und dann unter „WLAN“ und „Funknetz“ unter der Überschrift „Aktive Frequenzbänder“ nachgucken, ob das 5,0-GHZ-Frequenzband aktiv ist und es bei Bedarf manuell aktivieren. Es ist bei der Fritz!Box sogar möglich, dem 5,0-GHz-Netz einen eigenen WLAN-Namen bzw. eine eigene SSID zuzuweisen, um anschließend den PC, das Notebook oder das Mobilgerät gezielt mit dem 5-GHz-Netz zu verbinden.

Treiber und Software aktualisieren

Wlan Router Update
Ein Wlan Router Update auf die neueste Software kann die Wlan Geschwindigkeit verbessern / Grafik: Wlan.net / vectorplus Shutterstock.com

Wenn das WLAN am Laptop zu langsam ist oder die Internetgeschwindigkeit an einem anderen Gerät nicht mehr stimmt, können aktuelle Treiber und neue Software helfen. Viele Nutzer kümmern sich nicht um die installierte Software und die Treiber, solange alles problemlos funktioniert. Nötige Aktualisierungen stauen sich deshalb oft auf – das Gerät ist einfach nicht mehr auf dem neusten Stand. Es bietet sich deshalb gerade in den Bereichen Netzwerk und WLAN an, die Treiber regelmäßig zu erneuern und die aktuellste Software aufzuspielen. Neue Dienstprogramme sorgen nicht nur für eine bessere Stabilität, sie rüsten oft auch neue Funktionen nach – etwa die Unterstützung des häufig störungsfreien und schnellen 5,0-GHZ-WLANs.

Das WLAN entlasten

Alter Router gegen neuen Router austauschen
Alter Router gegen neuen Router austauschen – manchmal die einzige Lösung / Foto: WLAN.net / restyler Shutterstock.com

Wenn die anderen Tipps nicht helfen, ist es vielleicht nötig, das heimische WLAN zu entlasten. Es besteht die Möglichkeit, dass das WLAN langsam ist, weil zu viele Geräte verbunden sind. Gerade bei vergleichsweise langsamen DSL-Anschlüssen mit maximal 16 Mbit/s und 25 Mbit/s oder bei einer älteren WLAN-Technologie können der PC, das Notebook, das Smartphone, das Tablet und der Smart TV schnell zu viel für die Verbindung sein.

 Eine schnelle Lösung: Einfach ein paar Geräte vom WLAN trennen , wenn die Bandbreite für Netflix, Youtube oder andere datenintensive Anwendungen gebraucht wird und mittelfristig darüber nachdenken, ob nicht doch ein schnellerer Internetanschluss oder ein neuer WLAN-Router nötig sind, um den modernen Anforderungen gerecht zu werden.

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